Kanzlei Lauenburg & Kopietz - Fachanwaltschaft für Strafrecht und Familienrecht

PHILOSOPHIE

1. Historie und Berufung

Am Anfang waren es drei Brüder. Die Eltern hatten 1917 während des ersten Weltkrieges geheiratet. Der Vater, mehrfacher Deutscher Meister in Eisschnelllauf und Unternehmer einer Karambolbillardmanufaktur starb 1926 in seinen Vierzigern an Lungenentzündung. Da war der jüngste Sohn gerade 5 Jahre alt. Auf dem Totenbett versprach die Mutter unter den vorherrschenden patriarchalischen Verhältnissen ihrem sterbenden Ehemann nicht wieder zu heiraten und die drei Söhne alleine groß zu ziehen. Eine für eine allein stehende Mutter auch mit dem ihr eigenen eisernen Willen unter Entbehrungen kaum zu bewältigende Aufgabe.

Der älteste Bruder, erfolgreicher Bauingenieur, fiel im zweiten Weltkrieg. Der zweitälteste Bruder erlitt im Ostfeldzug einen Kopfschuss, konnte sein Studium der Rechtswissenschaft nicht beenden und arbeitete zeitlebens bei der Commerzbank. Die Mutter setzte daher alle Aufstiegshoffnungen in den jüngsten der Brüder. Zweimal im Afrikafeldzug verwundet, bestand der jüngste Bruder in Freiburg das erste Staatsexamen und nach dem Referendariat in Hamburg das zweite Staatsexamen. Der jüngste Bruder, Horst Günther Lauenburg, arbeitete zunächst bei der Commerzbank, führte darauf als Verbandsgeschäftsführer den Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband der Druck- und Verlagsindustrie in Hamburg mit der ihm eigenen Überzeugungskraft, Hartnäckigkeit und Verhandlungsgeschick fünf Jahre lang erfolgreich und baute gleichzeitig zusammen mit seiner Sozia (Mitgesellschafterin) und Ehefrau Dr. Dorothea Lauenburg die gemeinsame Anwaltskanzlei auf. Diese entstammte aus einer traditionsreichen Familie von Rechtsanwälten, Notaren und Richtern aus dem Kölner Raum. Dr. Dorothea Lauenburg, geborene Daniels hatte Horst-Günther Lauenburg während des Stduiums der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg kennen gelernt. Dort promovierte auf dem Rechtsgebiet des Strafrechts. 

Nach dem Horst-Günther Lauenburg zunächst schwerpunktmäßig im Handelsrecht, Weinrecht und Baurecht tätig war, wandte er sich zunehmend der Strafverteidigung zu.

In dem er denjenigen beistehen wollte, die gegen die Regel der Gesellschaft tatsächlich oder vermeintlichen verstoßen hatten, prägte er die Kanzlei Lauenburg & Kopietz. Er wollte für jene kämpfen, die als Benachteiligte, Diskriminierte, Angehörige ethnischer Minderheiten schlechte oder keine Chancen hatten, sich einen Platz in unserer Gesellschaft zu erkämpfen, zu behaupten oder mit Ausweglosigkeit geschlagen waren. Er nahm sich jener an, die kein Verständnis oder keine Gnade vor der Staatsanwaltschaft und dem Gericht zu Teil wurde, deren Vertretern aufgrund ihrer behüteten und sie begünstigenden Sozialisation sich nicht in seine Mandanten hineinversetzen konnten oder wollten. Dabei scheute er nie die offene Auseinandersetzung mit der gelegentlich von Dünkel, Unverständnis und Voreingenommenheit getragenen Einstellung von Staatsanwaltschaft und Gericht.

In dem Mitgefühl für jene, die sich an ihn wandten, und der Überzeugung, dass sich die Humanität einer Gesellschaft darin zeige, wie diese mit jenen umgehe, die gegen ihre Regel verstoßen haben, vermittelte denjenigen, die ihn vertrauten, die größtmögliche Freiheit, den Strafprozess unter bestmöglicher Beratung selbst zu bestimmen, und die Realität des Strafprozesses, indem den von ihm Vertretenen erklärte, es kommt im Strafprozess nicht auf die „Wahrheit“ an und auch nicht darauf, ob der erhobene Vorwurf wahr oder falsch ist, sondern darauf, ob Ihnen Tatvorwurf nach den Regeln der Strafprozessordnung und hoffentlich richtiger Anwendung derselben nachgewiesen werden kann.

Dieser Tradition und Berufung der Sozietätsgründer Horst-Günther Lauenburg und Dr. Dorothea Lauenburg haben sich die eingetretenen Sozietätsmitglieder Jessica Lauenburg, Joachim Lauenburg und Tristan Kopietz verschrieben und fortgeschrieben. 

2. Fachanwalt für Strafrecht Rechtsanwalt Joachim Lauenburg ist auf Strafverteidigung spezialisiert. 

Wir verteidigen Sie gleichgültig, ob der Vorwurf auf Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raub, Erpressung, Kindesmissbrauch, Kinderpornographie, Diebstahl, Betrug, Körperverletzung lautet, weil es unsere Berufung ist, Ihnen in der Situation, in der die Polizei, die Staatsanwaltschaft, das Gericht, die nähere und weitere Öffentlichkeit gegen Sie arbeitet, beizustehen und die best mögliche Verteidigung zu kommen zu lassen. 

Ein wesentlicher Irrtum im Strafverfahren beinhaltet die Auffassung, dass es im Strafverfahren insbesondere im Strafprozess um die Wahrheit ginge. Die Polizei, die Staatsanwaltschaft, das Gericht, Sie, Zeugen, Sachverständige, Urkunden, Protokolle bestimmen den Sachverhalt und den Tatvorwurf. Letztlich kommt es darauf an, ob dieser Ihnen mit Hilfe der Strafprozessordnung und der (hoffentlich) richtigen Anwendung derselben nachgewiesen werden kann. 

Ausschließlich die prozessuale Wahrheit ist für Ihre materielle (z.B. bei einer GeldstrafeGeldauflage, Verfall, Vermögenseinziehung oder Arrest) und persönliche (immaterielle) Freiheit (VollstreckungshaftUnterbringung, Berufsverbot, Führerscheinentzug) entscheidend. 

Das Strafverfahren stellt also bestenfalls eine Annäherung an die Wahrheit dar. Im Kampf um die prozessuale Wahrheit können Sie nur mittels der Vertretung und den Beistand eines versierten Strafverteidigers oder Fachanwalt für Strafrecht bestehen. Andernfalls werden Sie diesen Kampf gegen die Täterhypothese der Polizei und den durch diese eingefärbten, bestimmten und häufig beweisvernichtend ermittelten Sachverhalt der Polizei, der meist durch die Staatsanwaltschaft und das Gericht übernommen wird, verlieren.

Überlassen Sie dies nicht dem Zufall!

Ihr Anwalt Strafrecht Hamburg - Kanzlei Rechtsanwälte Lauenburg & Kopietz

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